"Der Talentegarten ist ein alter Traum von mir."

 Katja Higatzberger, MA

 Leitung des Talentegartens, Beratungen, NaWi-Kurse 


Motto

Aus Begabungen Lebenszufriedenheit entwickeln

 

Mir geht es um die individuelle Zufriedenheit der Kinder und deren Eltern. Ich wünsche mir, dass die Familien ihr Leben als glücklich empfinden. 

 

Das Entwickeln von Potentialen - das Finden einer Berufung - ist für mich ein wichtiger Teil von Lebenszufriedenheit.

Außerdem gehören für mich ein harmonisches Familienleben und das gelungene Zusammenleben mit anderen Menschen dazu. 

 

Aus diesem Grund sind meine Ausbildungen so wie meine Tätigkeitsbereiche sehr breit gefächert.



Angebot

Beratungen, Coaching  und Kinderkurse

 

Bei meinen Beratungen treten Familien mit ganz unterschiedlichen Fragestellungen an mich heran – bei allen geht es darum, wie man die Entwicklung des eigenen Kindes am besten fördert.

 

Dazu gehört für mich neben den Fragen zur kognitiven Begabung,  Schullaufbahn und -Leistung auch das familiäre Zusammenleben und die soziale Begabung. Ich sehe die Entwicklung eines Kindes immer ganzheitlich.

 

In meinen Kinderkursen stehen die Naturwissenschaften im Mittelpunkt. Mathematik, Physik und Chemie sind bereits seit meiner Schullaufbahn Fächer, mit denen ich mich sehr gerne beschäftige.



Fragen an Katja Higatzberger

Was genau kann man sich unter deinen Beratungen vorstellen?

Zu mir kommen Familien mit Kindern in ganz unterschiedlichen Altersgruppen. 

Die "jüngste" Familie, die ich beraten habe, hatten ein eineinhalb-jähriges Kind, die ältesten Kinder gehen bald studieren. Häufige Themen sind das Zusammenleben mit dem eigenen Kind, und die Schule.

 

Meine Stärke liegt darin, grundsätzlich zu erkennen, was ein Kind braucht.

 

Schul-Themen sind beispielsweise: Wie schaffe ich die richtigen Bedingungen für mein Kind beim Schuleinstieg oder Schulwechsel? Darüber hinaus geht es um das Verhalten der Kinder gegenüber Lehrern und Mitschülern - vom Streit mit den Mitschülern, über Raus-Schreien im Unterricht bis hin zur Androhung des Schulausschlusses.  Weitere Themen sind aber auch Differenzierung, das Überspringen von Klassen oder Kinder, die schlecht in der Schule sind, obwohl sie eigentlich viel Potential hätten. 

 

Das Zusammenleben in der Familie oder das Freunde-Finden sind weitere wichtige Bereiche in meinen Beratungen. Ebenso das grundlegende Erkennen von Potential. Hierfür verwende ich Testverfahren aus der Erziehungsberatung, sowie Fragebögen, um die Erfahrungen der Eltern, Kinder und LehrerInnen zu erheben. Anhand des Spielzeugs, das Kinder benutzen, kann man übrigens auch vieles an Begabungen erkennen. 

Wichtig ist für mich in meinen Beratungen: Ich sehe Kinder ganzheitlich. Ich sehe sie nicht getrennt oder aufgeteilt in Bereiche wie „Schule“ und „Zuhause“.

Wieso heißt du eigentlich Begabungsexpertin?

Ich habe selbst vier Kinder mit ganz unterschiedlichen Interessen. Während deren Erziehung hat mir etwas gefehlt – nämlich jemand, der mich darin unterstützt, diese Interessen und Begabungen zu fördern. Gesehen habe ich diese Begabungen, aber ich konnte sie nicht fördern. Meine Tochter zum Beispiel hat immer sehr gerne gezeichnet– ich selbst kann aber überhaupt nicht zeichnen.

 

Meine Kinder sind in verschiedenen Bereichen sehr begabt, aber ich musste im Laufe der Zeit entdecken, wie schwierig unser Schulsystem auch für begabte Kinder sein kann, weil sehr wenig auf die individuellen Stärken der Kinder eingegangen wird. Daraufhin habe ich zuerst den Elternverein "Hochbegabung Mödling" gegründet. Hier war es mir wichtig, die Ängste und Vorurteile gegenüber Hochbegabten aufzubrechen. Daher habe ich bewusst diesen etwas provokanten Namen gewählt. Dann habe ich begonnen, verschiedene Ausbildungen zum Thema zu absolvieren.

 

Während meines Studiums wurde mir klar, dass wir einen neuen Berufszweig benötigen. Eine Berufsgruppe nämlich, die sich in der Beratung nicht auf die Schwächen und "Fehler" der Kinder konzentriert, sondern die Kinder ganzheitlich betrachtet und Eltern dabei hilft, die familiären Lebensumstände für alle Beteiligten zu optimieren. "Allgemeinmediziner" der Erziehungsberatung, sozusagen. 

 

So habe ich das Berufsbild des Begabungsexperten/ der Begabungsexpertin in meiner Masterthesis (betreut durch das ÖZBF) entwickelt und untersucht, welche Tätigkeitsfelder diese/r abdecken muss, um Familien ganzheitlich begleiten zu können. Die meisten Kompetenzen für diesen Beruf habe ich mir nun selbst in zahlreichen Ausbildungen angeeignet. Für das, was ich nicht selbst kann, habe ich im Talentegarten äußerst kompetente KollegInnen an meiner Seite. 

Was hast du vor deiner Gründung des Talentegartens gemacht?

Zuerst habe ich eine Lehre zur Bautechnikerin gemacht und Architektur studiert. 2005 habe ich begonnen, mich intensiv mit den Themen der Begabung und Hochbegabung auseinanderzusetzen und im Laufe der Zeit Beratungen durchzuführen. Vor der Gründung des Talentegartens hatte ich mit diesen Beratungen drei verschiedene Standorte. 2017 habe ich alles im Talentegarten zentralisiert und kann dadurch seitdem meine Kräfte bündeln. Außerdem habe ich hier jetzt tolle KollegInnen an meiner Seite und die Möglichkeit, mich jederzeit mit ihnen zu besprechen und auszutauschen.

Gibt es einen Satz den du bei deiner Arbeit besonders oft sagst?

Bei den Kursen sage ich sehr häufig:

Es ist egal, ob deine erste Idee falsch ist, es ist wichtig, dass du überhaupt mal eine Idee hast. Wenn man eine erste Idee hat, kann man von der aus schließlich weiterdenken. Ich möchte den Kindern damit auch eine neue Fehlerkultur vermitteln. Manche trauen sich, aus Angst davor etwas falsch zu machen, gar kein eigenständiges Denken mehr zu.

Bei der Beratung ist wahrscheinlich mein häufigster Satz: „Sie haben so ein tolles Kind.“ Weil es einfach wahr ist. Ich habe sehr unterschiedliche Kinder bei mir in der Beratung, aber jedes davon ist einfach großartig – auf seine eigene Art und Weise. Vielleicht ist das das größte Geschenk, das ich den Eltern manchmal mitgeben kann: Diese Großartigkeit wieder zu sehen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit besonders gut?

Ich finde, ich habe mir die schönste Arbeit ausgesucht, die es gibt. Ich staune immer wieder über die Fähigkeiten, die die Kinder haben. Sei es im Rechnerischen, im Tolle-Fragen-Stellen, im bedingungslosen Experimentieren und vor allem im sozialen Bereich. Ich genieße die Unterschiede zwischen den Kindern und liebe es sehr, dass sich Veränderungen in der Beratung häufig schnell umsetzen lassen. Außerdem freut es mich sehr, dass die Familien von selbst zu mir kommen. Ich finde es wirklich schön, ihre Motivation und ihren Willen zur Veränderung zu erleben.

Bei meinen Kursen sind die "Mathe extrem"-Kurse besondere Lieblinge von mir, weil ich hier die Kinder oft über 3-6 Jahre begleiten kann. Ein weiterer Lieblingskurs sind die „Technical Girls“. Da kann ich Mädels darin bestärken, offen für Naturwissenschaften zu sein und die Freude daran zu entdecken.  

Was hat dir selbst als Kind geholfen, deine Talente zu entfalten?

Ich glaube, dass ich leider als Kind bei der Entfaltung meiner Talente relativ stark gebremst wurde. Diese Tatsache treibt mich auch jetzt an, in dem was ich tue. 

Ich hatte teilweise tolle LehrerInnen, die mich in meiner Begeisterung für Naturwissenschaften bestärkt haben. Gleichzeitig hatte ich aber immer das Gefühl, dass die Dinge, für die ich mich interessiert habe, für meine Eltern weniger gewogen haben, als die Dinge, die mir schwer gefallen sind. Auch wenn ich mir sicher bin, dass mir meine Eltern dieses Gefühl nicht geben wollten.

Das ist sicher etwas, was viele Eltern unwissentlich machen. Sie legen viel Wert auf die Bereiche, in denen ihre Kinder schlechte Schulnoten haben und vergessen dabei: Die Bereiche, in denen die Kinder gut und interessiert sind, sind erstens die Bereiche, in denen sie wahrscheinlich später einmal einen Beruf ergreifen. Und zweitens sind es auch diese Bereiche, aus denen die Kinder Bestätigung und Selbstwertgefühl ziehen.

Wo findet man dich, wenn du nicht gerade im Talentegarten bist?

Bezüglich meiner Arbeit habe das Glück, dass ich seit einiger Zeit auch Kinder in Schulen betreuen darf. Zudem besuche ich auch immer wieder LehrerInnen in den Schulen.

 

Privat verbringe ich gerne viel Zeit meinen Kindern, auch wenn sie schon relativ groß sind. Mein Mann ist seit 2018 Co-Trainer von West-Wien und Trainiert Kinder im Handball. Da bin ich natürlich ein großer Fan.

 

Seit Sommer 2018 bin ich mit unserem Hund Harley viel im Wald und in der Wiese spazieren. 


Werdegang

Ich habe mich bemüht, meine Ausbildungen so weit zu streuen, dass ich bei den meisten Fragestellungen selbst weiter helfen kann.

  • ECHA-Ausbildung für die Arbeit mit Kindern, die noch nicht in der Schule sind und für den Umgang mit deren Stärken und Begabungen.
  • Studium der Begabungsförderung und Begabtenforschung
  • Erziehungsberatungsausbildung
  • Ausbildung zur psychologischen Beraterin und Coach für Hochbegabte und Hochsensible
  • Lösungsorientierte Ausbildung "Ich schaff's"
  • "Konzentrationstraining"  
  • "Stressmanagement und Burnout-Prävention"
  • und "Vergebung"